Ein Team von Materialwissenschaftlern bei GreenPoly Labs hat eine bahnbrechende Lebensmittelverpackungslösung vorgestellt, die fortschrittliche Polymertechnik nutzt, um Einwegplastikmüll zu vermeiden – ohne Abstriche beim Produktschutz zu machen. Die in der neuesten Ausgabe des Journal of Sustainable Materials veröffentlichte Technologie kombiniert biobasierte Polymere mit Nanozelluloseverstärkungen, um ein Verpackungsmaterial zu schaffen, das sowohl vollständig recycelbar ist als auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln um bis zu 50 % verlängern kann .
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen, die auf nicht erneuerbaren Erdölrohstoffen basieren, wird das neue Material aus erneuerbaren Quellen gewonnen: 70 % aus landwirtschaftlichen Nebenprodukten wie Weizenstroh und 30 % aus recycelten Papierfasern. Was es auszeichnet, ist seine molekulare Struktur: Die Nanozellulosezusätze bilden eine Barriere, die Sauerstoff und Feuchtigkeit – zwei Hauptursachen für den Verderb von Lebensmitteln – in einem Ausmaß blockiert, das mit Hochleistungskunststoffen vergleichbar ist, die in Tiefkühlkostverpackungen verwendet werden.

„Unser firmeneigener Extrusionsprozess richtet die Polymerketten so aus, dass eine nahtlose Barriere entsteht, und löst so das seit langem bestehende Problem, dass biobasierte Materialien zu porös für die Lebensmittelkonservierung sind“, erklärte Dr. Elena Marquez, leitende Forscherin bei GreenPoly Labs. Mit einer großen Molkereimarke durchgeführte Labortests zeigten, dass in dem neuen Material verpackter Joghurt 28 Tage lang frisch blieb, im Vergleich zu 18 Tagen in herkömmlichen Kunststoffbehältern. Darüber hinaus kann das Material bis zu sieben Mal recycelt werden, bevor es seine strukturelle Integrität verliert – eine Premiere für biobasierte Lebensmittelverpackungen.

Die Technologie befasst sich auch mit einem kritischen Problem beim Recycling: der Kontamination. Herkömmliche Lebensmittelverpackungen werden aufgrund von Lebensmittelrückständen häufig aus dem Recyclingkreislauf ausgeschlossen. Die Oberfläche des neuen Materials ist jedoch mit einer ungiftigen Beschichtung auf Wasserbasis behandelt, die eine einfache Reinigung ermöglicht. „Vorversuche mit kommunalen Recyclinganlagen zeigen eine Akzeptanzrate für das Material von 92 %, verglichen mit 68 % für Standard-Lebensmittelverpackungen aus Kunststoff.“
